GeklontMichael Marshall Smith ; Rowohlt 1998
Eine verwirrende Geschichte um unmenschliche Praktiken beim Klonen von Menschen, Drogen und sinnlose Technologie.
Die Schauplätze und Handlungen des Buches sind arg verwirrend und die Menschen sind der einzige Halt den der Leser hat. Ähnlich gestaltet sich das Leben der Romanfigur Jack Randall.
Lustig finde ich, dass KIs (Intelligenzen, die in allen Dingen stecken) so selbstverständlich auftreten wie Feuerzeuge oder Mikrowellen heute.
Seid gewarnt, das Buch ist nix für schwache Nerven oder Leser, die eine klare Story mögen. 
Picknick am WegesrandArkadi Strugatzki und Boris N. Strugatzki ; Suhrkamp 1981
In der Sci-Fi gehen wir immer davon aus, dass Besucher aus dem All uns gut oder böse gesonnen sind, dass sie uns überlegen und eventuell hilfreich sind.
Was aber ist, wenn sie uns derart überlegen sind wie wir Menschen den Armeisen? Wenn wir sie nicht interessieren? Sie besuchen unsere Welt wie zufällig und hinterlassen Ihren Spuren. Nur sind wir nicht in der Lage, diese zu deuten oder aus ihnen Nutzen zu ziehen.
Wie gehen wir um mit einem solchen Ungleichgewicht? Das spielt dieser Roman durch, weil ein solcher Fall der wahrscheinlichste ist. 
Die Säulen der ErdeKen Follett ; Bastei-Lübbe 1992
Der Roman schildert wie die Menschen im 12. Jahrhundert um Kingsbridge ihr wechselhaftes Leben bestreiten. Ihr Dasein ist abhängig von der Situation, in die sie hineingeboren sind und den blutigen Auseinandersetzungen im Lande.
Ich hatte das Gefühl die Lebensgeschichten aktueller Familien zu lesen, die ins Mittelalter verlegt wurde. Hat sich seitdem etwas geändert? Immer noch sind die Chancen der Menschen in unserem Lande von der Schicht abhängig, in die sie hineingeboren werden, wie u.a. die Pisa Studie zeigt. Zusätzlich bestimmen die wirtschaftlichen Umbrüche der Globalisierung stärker unser Schicksal, als unsere Bemühungen um ein zufriedenes Leben. 
Einfach göttlichEin Scheibenwelt Roman
Terry Pratchett, Andreas Brandhorst (Übersetzer) ; Goldmann 1992
Ich liebe die Scheibenwelt Romane. In dieser Welt regiert ein Chaos, das nicht zu einer Katastrophe führt. Letztendlich zeigt sich, dass Chaos ein genauso gute Lebensstrategie sein kann wie Ordnung.
In "Einfach Göttlich" versucht Om, ein Gott, seinen Anhängern als beeindruckender Adler zu erscheinen, landet aber als Schildkröte in der Wüste. Die Macht eines Gottes ist von der Schar der Gläubigen abhängig. Dieser Gott hat zwar massenhaft Anhänger, aber nur einen, der an Ihn glaubt.
Humorvolle Kritik an der religiösen Institution und institunalisierter Religion. 
Die Ordensburg des WüstenplanetenFrank Herbert ; Heyne 1985
Der DUNE Zyklus ist mir so lieb, weil die Aspekte, die die Welt von DUNE ausmachen, stark überzeichnet sind und damit schon wieder lustig wirken, ähnlich wie in dem aktuellen Film Matrix. Das ganze wirkt surreal. Die Machtfaktoren im Weltraum spinnen Intrigen und Gegenintrigen, die sie in Intrigen verstecken, die nur als Tarnung dienen für Ihre Ziele: Macht durch Politik, Reichtum, Technologie, Religion, und genetische Zuchtprogramme.
Geheimsprachen, Genmanipulation, sexuelle Abhängigkeit, Martial-Art und Hellsehen - jedes Mittel ist gerechtfertigt und wird bis zur Perfektion übertrieben.
In diesem Roman geht es um die Bene Gesserit, einen Orden der Frauen der herrschenden Schichten. Sie haben überall ihre Finger drin, manipulieren jeden und es geht schief, grausam schief.
Dieser Roman ist für mich die Spitze des DUNE Zyklus. 
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